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Permakultur auf der Bannmühle

In dieser Rubrik finden sich alle Beiträge zu den Permakultur-Aktivitäten auf der Bannmühle.

Ganz aktuell haben wir ein Saisongartenbeet angelegt und kümmern uns um die Bepflanzung und die umgebende Infratsruktur, es hat sich eine aktive Gruppe von rund 10-15 regelmässigen Teilnehmern gebildet.

Wir treffen uns in der Regel am ersten Freitag des Monats um 14.30 Uhr am Saisongartenbeet, sofern nichts anderes verkündet wurde (sichherheitshalber per E-Mail/Telefon melden, falls noch nicht in unserem Verteiler).

 

Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, bei Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Thomas Häny

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0178/4640388

 

Wiederum haben sich 15 Teilnehmer am Saisongartenbeet versammelt und folgendes wurde geleistet:

  • * Organisatorisches besprochen (Vorstellungsrunde, Beetaufteilung, Jungpflanzenbestellung)
  • * Rund um die Beete Beinwell gepflanzt (Unkraut-Barriere, Mineralstoff-Lieferant)
  • * Mulchbeete mit Zugangswegen ausgestattet („Schlüssellöcher“)
  • * Erste Pflanzen/Samen in die Erde gebracht (Kartoffeln, Bohnen)
  • * Erforderliche Infrastruktur besprochen (Bewässerung, Sitzplatz, Geräteplatz, Zaun)

 

Folgende Infrastrukurmassnahmen sind für die kommenden Treffen angedacht:

  • * Bewässerung: Es hat sich die Lösung mit zwei Tanks und der kommunizierenden Röhre als die praktikabelste herausgestellt.
  • * Sitzplatz: Es wird ein einfacher Sitzplatz mit Tisch aus Paletten, Bierkisten oder ähnlichem Recycling/Upcycling-Material entstehen.
  • * Geräteplatz: Es soll eine Kiste oder kleiner Schuppen für Geräte geben.
  • * Zaun: Zum Schutz vor den Rehen, idealerweise aus Holzstecken oder geflochtenen Weiden, jedenfalls unter Verwendung natürlicher Baumaterialien.

 

Das nächste Treffen findet am Fr. 4. Mai um 14.30 Uhr statt.

Bis dahin sollten die Jungpflanzen verfügbar sein, es wird also hauptsächlich um die Bepflanzung gehen, allenfalls ergänzt um eines der oben genannten Themen.

 

Für eine PermaBlitz-Aktion haben sich am Freitag 9. März eine Gruppe begeisterte Permakultur-Interessierten getroffen und ein erstes Saisongartenbeet hinter dem Tipi-Platz angelegt. Die Veranstaltung war die erste Kooperation der Bannmühle und der regionalen Permakultur-Initiative. Zielsetzung war, im Laufe des Nachmittags ein Beet in Form eines Mandala-Gartens anzulegen und zwar die eine Hälfte der Fläche als Mulchbeet und die andere Hälfte als Hügelbeet.

 

 Erste Skizze

Erste Ideenskizze mit grober Materialberechnung

 

Die runde Form wurde bewusst gewählt um mittelfristig ein ansprechend gestalteten, sich über mehrere Ringe erstreckenden, essbaren Garten anzulegen. Da der Garten sowieso ohne Maschineneinsatz bewirtschaftet wird, steht der Ringform nichts entgegen, zumal dafür harmonische Formen möglich werden.

 

Mulchbeet

Zur Tat geschritten

Die ersten Arbeiten wie das Ausmessen und Vorbereiten der Beete fanden schon am Vormittag statt. Dann ab 13 Uhr versammelten sich alle Helfer, um tatkräftig mit der Umsetzung der Permakultur-Beete zu beginnen.

Bei Nieselregen wurden zuerst die Mulchbeete angelegt, was recht schnell und einfach ging. Zuerst wird eine Schicht Mist (3-5 cm) direkt auf den Grasboden verteilt und diese anschliessend mit unbedruckter Wellpappe licht dicht abgedeckt. Damit wird die Umwandlung der Grasnarbe in Humus beschleunigt und gleichzeitig ist schon etwas Dünger für die erste Fruchtfolge vorhandenen.

Den Abschluss bildet eine dicke Schicht aus Stroh.

 

 

 

Parallel ging es an die weit aufwändigeren Arbeiten für das Hügelbeet. Zum Glück sind genug PermaBlitz-Begeisterte gekommen, über die ganze Zeit waren rund 15 Leute in wechselnder Besetzung da.

 

HügelbeetDer Kern des Hügelbeets besteht aus einem ca. 50cm hohen und etwa 1m breiten Holzlager, bevorzugt die dickeren Äste in der Mitte und die Lücken aufgefüllt mit zunehmend dünneren Ästen. Das Ganze wurde dann dicht mit Holzschnitzel gefüllt. Das Holzlager dient hauptsächlich als Schwamm und reguliert die Feuchtigkeit im Beet. Zudem leistet es ein Beitrag zum Strukturbildung im Humus.

Als nächste Lage wird ca. 10 cm Mist darüber verteilt und drauf alle Grassoden mit dem Grün nach unten gelegt. Damit sind diese Nährstoffe gleich mit ins Beet zurückgegeben.

Weiter geht es mit einer Lage Wellpappe als Lichtbarriere, damit das Unkraut nicht gleich wieder nach oben durchschiesst. Darauf wird dann der abgetragene Mutterboden verteilt und als Abschluss kommt eine Lage Holzschnipsel als Mulch oben drauf.

 


 

Geselliger Abschluss

Natürlich gehört auch ein geselliges Zusammensein und eine Stärkung mit einer leckeren Linsensuppe zum Anlass. Insgesamt war es für alle ein sehr lehrreicher und intensiver Nachmittag. Ein herzliches Dankeschön an Alle für das tatkräftige Mitwirken. Ein sehr gelungenes Ergebnis für einen halben Tag konzentriertes Arbeiten.

 

Abschluss

 

Hintergrundinformationen

Mit den zwei unterschiedlichen Ansätzen soll über ein Zeitraum von 5 Jahren ein Vergleich bezüglich Arbeits- und Materialeinsatz einerseits versus Bodenverbesserung und Ertrag andererseits ermöglicht werden.

 

Mulchbeet

Hügelbeet

Zeichnung Mulchbeet Zeichnung Huegelbeet
Aufbau:
3-5cm Kompost/Mist direkt auf das Gras, dann lichtdicht mit Wellpappe abdecken und gut mit Stroh (10-15cm) bedecken. Der Mist dient der schnelleren Umwandlung der Grasbodens in Humus und ist gleichzeitig Stickstofflieferant.
Aufbau:
Grassoden abgetragen und Mutterboden ca. 10cm ausgehoben. Dann Kern aus groben und feinem Holz geschichtet, aufgefüllt mit Holzschnipsel. Dann eine Lage mit Mist (ca. 5cm) und gefolgt von den nach unten gedrehten Grassoden. Darauf folgt eine Schicht Wellpappe (um dem Unkraut das Licht zunehmen) und diese bedeckt mit dem ausgehobenen Mutterboden. Der Abschluss bildet eine ca. 10cm dicke Schicht aus Holzhäcksel
Bepflanzung:
In der ersten Saison hauptsächlich Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch, allenfalls ergänzt um weitere Starkzehrer. Die Bepflanzung erfolgt mittels durchstecken durch die Wellpappe direkt zwischen Grasboden und Wellpappe.
Bepflanzung:
Kann direkt ab der ersten Saison mit allen Gemüsearten, Salaten und Kräutern bepflanzt werden
Vor- und Nachteile:
+ Einfach in Arbeits- und Materialeinsatz
– Humusaufbau dauert länger
– Im ersten Jahr reduzierter Fruchtanbau
Vor- und Nachteile:
+ Von Beginn weg für alle Fruchtarten bereit
– Hoher Arbeits- und Materialeinsatz erforderlich

 

Wir werden das Ergebnis beobachten und weiter berichten.

 

Thomas Häny, Bannmühle, Odernheim am Glan
Harald Wedig, Permakultur-Initiative, Odernheim am Glan